21 and 23 September 2017 George Enescu Festival

9 June 2017  Luiza Borac received the Honorary Rotary Paul Harris Medal Award

18 July 2017   Rossini Wildbad Festival

Wunderbare Klänge in ungewöhnlicher Umgebung

Bad Wildbad. Ein warmer Sommerabend auf dem Sommerberg, langsam versinkt die orange leuchtende Sonne. Ein Konzertflügel in luftiger Höhe auf dem Podest, wo sonst die Benutzer der Rutschbahn starten. Rund 150 Besucher und ein glanzvolles und begeisterndes Klavierkonzert mit der international bekannten und mit vielen Preisen und Ehrungen ausgezeichneten rumänischen Pianistin Luiza Borac.

Diesmal klappte es: der Plan, ein Rossini-Konzert unter dem Motto "Ganz oben!" in 30 Metern Höhe auf dem Turm des Baumwipfelpfades zu organisieren. Der erste Anlauf war Anfang Juli an schlechtem Wetter gescheitert.

Der spiralförmig verlaufende Weg aufwärts diente als Zuschauerraum – eine solche Kulisse hatte die bekannte Pianistin Borac bisher noch nie. Nicht nur die Besucher und begeisterten Musikfreunde erlebten solch ein Ereignis somit zum ersten Mal. Mit dem Transport des Flügels auf den Turm des Baumwipfelpfades gelang dem Festivalteam zudem eine logistische Herausforderung, stets begleitet von der Unsicherheit, ob das traumhafte Sommerwetter halten oder ein Gewitterguss alle Mühe zunichte machen würde.

Der Weg auf die "Bühne" führte Luiza Borac nicht durch viele Gänge und Flure wie in Konzerthäusern, sondern rundum aufwärts im Turm in luftige Höhe. Die im roten Abendkleid hinaufschreitende Pianistin wurde von Festival-Intendant Jochen Schönleber begleitet.

Natürlich gehörte Gioachino Rossini ins Programm. Bereits im Vorjahr wurde die erfolgreiche Pianistin für ihr Konzert in Wildbad gefeiert. In diesem Jahr präsentierte sie, auf den magischen Ort abgestimmt, ein Programm mit Bach-Bearbeitungen (zwei Arien aus der Kantate "Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd") von Dinu Lipatti, sozusagen als Hommage zu dessen 100. Geburtstag. Außerdem erklangen Werke von Isaac Albéniz ("Navarra" in persönlicher Fassung von Dinu Lipatti) und Franz Liszt (der bekannte "Liebestraum" und "Sonetto di Petrarca").

Natürlich gehörte Gioachino Rossini ins Programm mit der berühmten Kavatine des Figaro "Largo al factotum" in einer Fantasie von Grigori Ginsberg, eine grandiose Klavierinterpretation, welche die Zuhörer begeisterte. Besonders vertrackt ist die "Sonatine für die linke Hand" von Dinu Lipatti, welche die Klaviervirtuosin in erstaunlicher Brillanz einhändig meisterte.

Zu Dinu Lipatti hat Luiza Borac eine besondere Verbindung: Der 1950 mit 33 Jahren verstorbene Pianist Dinu Lipatti war gleichzeitig ein faszinierender Komponist. Luiza Borac hat seine Werke mehrfach auf CD eingespielt und wurde auch dadurch sehr bekannt. Glanzvoller Höhepunkt des Klavierkonzerts waren zwölf Etüden op. 25, von Frédéric Chopin. Technisch farbenreich, verspielt, perlend, beschwingt, wunderbar im Pianissimo, der Künstlerin gelang es auf wundervolle Weise, die Zuhörer für sich zu gewinnen.

Es passte einfach alles! Die anmutige Pianistin bot nicht nur ein faszinierendes Klavierkonzert der Spitzenklasse, sie war zudem beim Spiel ein überaus bewundernswerter Anblick.

Bald war der Turm auf zauberhafte Weise erfüllt von barocken, hyper-chromatischen und romantischen Klängen, dazu eine bemerkenswerte Akustik mitten im Wald. Das wechselnde Licht, die heraufziehende Dämmerung, das muntere Zwitschern der Vögel, das alles lässt eine Stimmung entstehen, die als einmalig gelten kann.

Frenetischer Applaus, Bravorufe. Zwei Zugaben folgten. Nochmals Lipatti "Nocturne" und schließlich ein furioser Abschluss mit dem Finale aus der Ouvertüre von Rossinis "Wilhelm Tell" der die Zuhörer begeisterte und diese mit dem einmaligen Erlebnis eines Konzerts "ganz oben" mitten im Wald in eine laue Sommernacht entließ. (Schwarzwälder Bote)

23 July 2017

Arturo Benedetti Michelangeli Festival

25 August 2017  INTERMUSICALE Chopin Festival Taunus

 

 

18 June 2017  R. Schumann Piano Concerto with Celler Kammerorchester / Eckard Pohl

5 March 2017  Nidderau 'Homage Dinu Lipatti' 

EBRACHER Musiksommer  14 May 2017

IN FRANKEN 14. Mai 2017

"Sie ist eine begnadete Pianistin, welche mit den 52 weißen und 36 schwarzen Tasten des Flügels phänomenale einzigartige Klangwelten erschafft.

 

Der Ebracher Musiksommer zählt zweifelsohne zu den musikalischen Attraktionen Frankens. Neben dem Kaisersaal und der Abteikirche in Ebrach, sowie dem Bamberger Konzertsaal, ist auch der Große Saal des Bad Kissinger Regentenbaues seit Jahren ein beliebter Aufführungsort für anspruchsvolle Konzerte. Dabei reisen die Zuhörer größtenteils aus der Region zwischen Bamberg, Erlangen, Kitzingen und Würzburg an. Auch viele Bad Kissinger gehören mittlerweile zur Fangemeinde. Rund 800 Zuhörer waren auch diesmal zum Konzert "Symphonisches Feuerwerk mit dem Staatsorchester Braunschweig - unter der Leitung von Gerd Schaller - gekommen. Mit der Ouvertüre zu "Jessonda" des romantischen Braunschweiger Komponisten Louis Spohr gelang schon ein einzigartiges Entree. Dieses farbenreiche Werk ist äußerst selten zu hören und zugleich eine musikalische Entdeckung. 
Die rumänische Pianistin Luiza Borac wurde international bereits mit zahlreichen Preisen überhäuft. Von der internationalen Musikpresse als "Virtuosin von erstaunlicher Brillanz" und "poetischste Künstlerin" bezeichnet, hat sie sich zu einer der charismatischsten Künstlerinnen ihrer Generation etabliert. Mit Ludwig van Beethovens "Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur" war sie der Höhepunkt im ersten Teil des Konzertes. Dabei zeigte sie sich erfrischend spielfreudig und strahlend in der Interpretierung und einem lupenreinen Anschlag. Mit Fortissimo-Schlägen des Orchesters, unterbrochen von einem lebhaft präludierenden Klavier beginnt das 5. Klavierkonzert Ludwig van Beethovens. Der Charakter des Werkes wird bereits durch die Tonart Es-Dur bestimmt, die sich in der eröffneten Kadenz sofort prächtig entfaltet. Im dritten Satz ist einer der effektvollsten Momente der Anschluss des Schlusssatzes. Langsam und leise ahnte Luiza Borac das Thema des Finales voraus. Das Rondo selbst verbindet sich auf glückliche Weise den typischen heiterschwungvollen Kehrauscharakter mit dem neuen Ernst thematischer und konzertierender Verarbeitung des Materials. Gerd Schaller, der Pianistin Luiza Borac und dem Staatsorchester Braunschweig gelang es auf Anhieb, die Herzen der Zuhörer zu erobern. Mit euphorischem Beifall belohnte das Publikum Luiza Borac's gelungene Aufführung. Diese gab als Zugabe Franz Schuberts "Ständchen" in der Bearbeitung von Franz Liszt ebenfalls in einer außergewöhnlichen Brillanz und Ausdrucksstärke. 
P. Klopf

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