IN FRANKEN 14. Mai 2017

Sie ist eine begnadete Pianistin, welche mit den 52 weißen und 36 schwarzen Tasten des Flügels phänomenale einzigartige Klangwelten erschafft.

 

Der Ebracher Musiksommer zählt zweifelsohne zu den musikalischen Attraktionen Frankens. Neben dem Kaisersaal und der Abteikirche in Ebrach, sowie dem Bamberger Konzertsaal, ist auch der Große Saal des Bad Kissinger Regentenbaues seit Jahren ein beliebter Aufführungsort für anspruchsvolle Konzerte. Dabei reisen die Zuhörer größtenteils aus der Region zwischen Bamberg, Erlangen, Kitzingen und Würzburg an. Auch viele Bad Kissinger gehören mittlerweile zur Fangemeinde. Rund 800 Zuhörer waren auch diesmal zum Konzert "Symphonisches Feuerwerk mit dem Staatsorchester Braunschweig - unter der Leitung von Gerd Schaller - gekommen. Mit der Ouvertüre zu "Jessonda" des romantischen Braunschweiger Komponisten Louis Spohr gelang schon ein einzigartiges Entree. Dieses farbenreiche Werk ist äußerst selten zu hören und zugleich eine musikalische Entdeckung. 
Die rumänische Pianistin Luiza Borac wurde international bereits mit zahlreichen Preisen überhäuft. Von der internationalen Musikpresse als "Virtuosin von erstaunlicher Brillanz" und "poetischste Künstlerin" bezeichnet, hat sie sich zu einer der charismatischsten Künstlerinnen ihrer Generation etabliert. Mit Ludwig van Beethovens "Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur" war sie der Höhepunkt im ersten Teil des Konzertes. Dabei zeigte sie sich erfrischend spielfreudig und strahlend in der Interpretierung und einem lupenreinen Anschlag. Mit Fortissimo-Schlägen des Orchesters, unterbrochen von einem lebhaft präludierenden Klavier beginnt das 5. Klavierkonzert Ludwig van Beethovens. Der Charakter des Werkes wird bereits durch die Tonart Es-Dur bestimmt, die sich in der eröffneten Kadenz sofort prächtig entfaltet. Im dritten Satz ist einer der effektvollsten Momente der Anschluss des Schlusssatzes. Langsam und leise ahnte Luiza Borac das Thema des Finales voraus. Das Rondo selbst verbindet sich auf glückliche Weise den typischen heiterschwungvollen Kehrauscharakter mit dem neuen Ernst thematischer und konzertierender Verarbeitung des Materials. Gerd Schaller, der Pianistin Luiza Borac und dem Staatsorchester Braunschweig gelang es auf Anhieb, die Herzen der Zuhörer zu erobern. Mit euphorischem Beifall belohnte das Publikum Luiza Borac's gelungene Aufführung. Diese gab als Zugabe Franz Schuberts "Ständchen" in der Bearbeitung von Franz Liszt ebenfalls in einer außergewöhnlichen Brillanz und Ausdrucksstärke. 
Als Freudenfest für Klassikfreunde - so könnte man das Konzert bezeichnen. Brillant in der Umsetzung und genial in der Interpretierung, so lautete das überwiegende Urteil der kritischen Bad Kissinger Zuhörer, die sich mit enthusiastischem Applaus mit den Gästen des "Ebracher Musiksommers" solidarisierten. von Peter Klopf

Rotary Cuxhaven

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New Album Review Gazzetta di Parma 14 May 2017

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©luiza borac